Signatur/Inschrift
bez. u. r. mit Grafitstift: Aug Rodin
Beschriftung
keine Bezeichnungen
Provenienz
- Auguste Rodin (*1840 Paris, +1917 Meudon) (Künstler/-in)
- [Verbleib unbekannt?]
- o.D., Hugo Perls (*1886 Rybnik, +1977 New York, NY) (Kunsthändler/-in), Berlin/Paris, später New YorkKunsthaus Zürich 1970 (Sammlungskatalog), S. 122: «Sammlung Perls, New York»; Beatrix Piezonka: Strukturierte Untersuchung des Bestandes der Städtischen Sammlung auf NS-verfolgungsbedingt entzogene Kunstwerke, speziell der Zugangsjahre 1941 bis 1945 (01.11.2017), in: Proveana, https://www.proveana.de/de/link/pro10000068 (20.04.2023), S. 49-50: «Bereits früh erkannte er die Bedrohung durch die Nationalsozialisten, musste auch bereits vor 1933 Diskriminierung und körperliche Gewalt erdulden. Perls liquidierte die Kunsthandlung 1931 und ging nach Paris; jedoch ließen sich seine finanziellen Angelegenheiten nicht ohne Probleme lösen und er war mit Unterbrechungen bis Mitte Februar 1933 noch in Berlin gemeldet. Für die Reichsfluchtsteuer (und die Übersiedlung nach Paris) versuchte Hugo Perls Gemälde und Kunstgegenstände nicht nur bei der bereits erwähnten Auktion bei Hugo Helbing zu versteigern. So schrieb er in einer eidesstattlichen Erklärung: '[…] 4 Auktionen sollten mir helfen und sie taten es bis zu einem gewissen Grade, aber ich verlor alle meine Ersparnisse […] Über eine Auktion bei Helbing in München am 13.4.1932 kann ich nur ein Schreiben beibringen, das beweist, dass so eine Auktion stattfand. Eine andere in Düsseldorf wurde von den Nazis verhindert. Eine dritte war bei Graupe in Berlin, eine vierte bei Bukowski in Stockholm.'»
- [Verbleib unbekannt?]
- 1933 – 1960, Werner und Nelly Bär (Sammler/-in), ZürichKat. Kunsthaus Zürich 1959, S. 27. Aktuell kann ein NS-verfolgungsbedingter Entzug nicht ausgeschlossen werden. Das Werk wird weiter prioritär tiefenerforscht.
- 1960 – 1968, Nelly Bär (*1910, +1975 Castiglione della Pescaia) (Sammler/-in), Zürich, ErbeKunsthaus Zürich 1970 (Sammlungskatalog), S. 124-125.
- ab 1968, Zürcher Kunstgesellschaft | Kunsthaus Zürich (Museum), Zürich, GeschenkWie oben Fussnote 6.
Provenienzstatus (BAK)
C – Die Provenienz zwischen 1933 und 1945 ist nicht eindeutig geklärt oder weist Lücken auf. Aus den vorliegenden Recherchen ergeben sich keine Belege für NS-Raubkunst. Es liegen jedoch Hinweise auf NS-Raubkunst und / oder auffällige Begleitumstände vor. Die Herkunft muss weiter erforscht werden.
Literatur (Provenienz)
- Der Skulpturensaal Werner Bär im Kunsthaus Zürich, hrsg. von Felix Andreas Baumann/Dagmar Hnikova/Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlungskatalog, Zürich: Kunsthaus Zürich, 1970, S. 122.
- Zwei Zürcher Sammlungen. Werner Bär: Plastik/Kurt Sponagel: Graphik, Ausst.-Kat. Kunsthaus Zürich, Zürich, 1959, S. 27.
Zur Provenienz
Recherchestand 30.06.2023
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Literatur (allgemein)
- Meisterzeichnungen, 100 Jahre Grafische Sammlung im Kunsthaus Zürich, hrsg. von Zürcher Kunstgesellschaft | Kunsthaus Zürich, Sammlungskatalog Kunsthaus Zürich, Zürich, 2015, S. 126 f. (ill.).
- Rodin. Dessins et aquarelles des collections suisses et du Musée Rodin, hrsg. von Claudie Judrin, Ausst.-Kat. Fondation Pierre Gianadda, Martigny, Martigny: Fondation Gianadda, 1994, No. 24, S. 50 (ill.).
- Sammlung Werner und Nelly Bär, hrsg. von Werner Bär/René Wehrli, Sammlungskatalog, Weinfelden, 1965, S. 207, 264 (ill.).
- Plastiksammlung Werner Bär, Ausst.-Kat. Kunsthaus Zürich/Kunstmuseum Bern, Bern, 1959, No. 174.
- Die Plastiksammlung Werner Bär, zugleich Ausst.-Kat. und Sammlungskatalog Kunstmuseum Winterthur, Winterthur, 1951, No. 143.
- Zwei Zürcher Sammlungen. Werner Bär: Plastik/Kurt Sponagel: Graphik, Ausst.-Kat. Kunsthaus Zürich, Zürich, 1959, No. 174.
- Rodin. Une Renaissance moderne, hrsg. von Antoinette Le Normand-Romain/Christina Buley-Uribe, Ausst.-Kat. Musée de Beaux-Arts de Mons, Gand: Snoeck, 2024, No. 180, S. 206.