Signatur/Inschrift
nicht bezeichnet
Beschriftung
in der ausgehölten Rückseite o. M. Etikett: 11 [ms] [entspricht Nummer in Kisten/Mappe Mariendarstellungen mit Ausschnitt aus Publikation (in Farbe) mit Nr. 11 (Rheinisch, Mitte 13. Jh., Sitzende Madonna mit Kind) im Bildarchiv A. Gebhardt und P. Griebert, Kunstarchiv des MGS, Schweinfurt]; u. M. Etikett: 11 [ms]; u. M. KHZ-Etikett [ms/hs]
Provenienz
- Unbekannt [rheinisch] (Künstler/-in)
- Verbleib unbekannt
- spätestens ab 1921 – 29.4.1930, Leopold Seligmann (*1886 Köln, +1946 Köln) (Sammler/-in), KölnLüthgen 1921, Tafel 35: Slg. L. Seligmann, Köln.
- 28.4.1930 – 29.4.1930, Hermann Ball und Paul Graupe (Auktion), Berlin, Lot 137Auktion Ball/Graupe 1930, S. 19, Nr. 137; im Exemplar der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin: rechts daneben annotiert: «7200,- (Hauptmann)».
- spätestens ab 29.4.1930 – o.D., Hauptmann, Berlin, Kauf, 72.000 RMWie oben Fussnote 4.
- Verbleib unbekannt
- o.D. – 1951, Walter Bornheim (*1888 Köln) (Kunsthändler/-in), MünchenZKG/KHZ, Inventarbuch Slg.
- ab 1951, Zürcher Kunstgesellschaft | Kunsthaus Zürich (Museum), Zürich, Kauf, 24'000 CHF, 1954 nachfinanziert aus dem Legat Karl NäfWie oben Fussnote 7.
Provenienzstatus
Hinweise auf NS-Raubkunst
Provenienzstatus (BAK)
C – Die Provenienz zwischen 1933 und 1945 ist nicht eindeutig geklärt oder weist Lücken auf. Aus den vorliegenden Recherchen ergeben sich keine Belege für NS-Raubkunst. Es liegen jedoch Hinweise auf NS-Raubkunst und / oder auffällige Begleitumstände vor. Die Herkunft muss weiter erforscht werden.
Literatur (Provenienz)
- Eugen Lüthgen: Rheinische Kunst des Mittelalters aus Kölner Privatbesitz. Jahresgabe des Kölnischen Kusntvereins, Bonn [u.a.]: Schroeder, 1921, Tafel 35.
- Hermann Ball [Hrsg.]; Paul Graupe [Hrsg.]: Die Sammlung Dr. Leopold Seligmann, Köln, 28. April 1930 - 29. April 1930, Berlin 1930, S. 19, Nr. 137.
Zur Provenienz
Die «Madonna Seligmann» wurde 1951 von Walter Bornheim aus Gräfelfing bei München an das Kunsthaus verkauft. Sie gehörte dem Kölner Sammler Leopold Seligmann. 1930 wurde die Figur bei einer Auktion der Sammlung in Berlin verkauft: In einem Exemplar des Auktionskatalogs ist als Käufer «Hauptmann» notiert. Dieser Nachname ist so häufig, dass der Käufer nicht identifiziert werden konnte. Der Kunsthändler Walter Bornheim aber ist einschlägig bekannt: Er hatte 1936 die Münchner Kunsthandlung der jüdischen Kunsthändlerfamilie Drey «arisiert». In der Folge lernte er den «Reichsmarschall» Hermann Göring kennen, für den er ab 1941 im besetzten Frankreich Kunst erwarb. Bei der Figur konnte kein konkreter Hinweis auf einen NS-verfolgungsbedingten Entzug gefunden werden, aber die Verstrickung von Bornheim in den NS-Raub ist ein Verdachtsmoment. Der aktuelle Forschungsstand ermöglicht keine abschliessende Beurteilung, ob das Werk NS-Raubkunst ist oder nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt sind alle bekannten Quellen dazu ausgeschöpft.
Recherchestand 30.09.2024
Haben Sie Fragen, Kritik, Anregungen, weiterführende Informationen? Bitte richten Sie eine Nachricht an provenienzforschung(at)kunsthaus.ch.
Literatur (allgemein)
- Die Meisterwerke, hrsg. von Zürcher Kunstgesellschaft/Christian Klemm, Sammlungskatalog Kunsthaus Zürich, Ostfildern: Hatje Cantz, 2007, S. 18 (ill.).
- Kunsthaus Zürich. Gesamtkatalog der Gemälde und Skulpturen, hrsg. von Zürcher Kunstgesellschaft et al., Sammlungskatalog, Ostfildern: Hatje Cantz, 2007, S. 20.