Einmütigkeit

1912–1913

Ausgestellt
Ferdinand Hodler1853 Bern – 1918 Genf
Es sind 161 Werke von Ferdinand Hodler online.
Es sind 2503 Malereien online.
Bereits im Mai/Juni 1912 muss Hodler die vorliegende zweite Version des Hannoveraner Reformationsschwurs (s. Inv. 1964/19) ins Auge gefasst haben; zunächst für den Pariser Herbstsalon 1912, doch da dies den Abmachungen mit Hannover widersprach, erfolgte die Ausführung im Wesentlichen im Frühling/Sommer 1913 mit einer Neuinterpretation der Hauptfigur für den folgenden Salon. An der Landesausstellung in Bern 1914 wurde die «Einmütigkeit» als einziges Gemälde von Hodler ausgestellt.</br>Das Thema dieses zehn Meter langen Leinwandbildes ist der kollektive Wille und die Einigkeit in einer gemeinsamen Überzeugung – Einmütigkeit im Sinne moralischer oder politischer Geschlossenheit. Die Stadt Hannover beauftragte Ferdinand Hodler, für das neue Rathaus ein Ereignis aus der Reformationszeit zu malen: 1533 wehrten sich Bürger Hannovers gegen die Vorherrschaft der katholischen Kirche. Mit erhobenen Armen schworen sie einstimmig ihre Hinwendung zur Reformation. Hodler arbeitete an zwei Versionen des grossen Wandbildes und fertigte Hunderte von Zeichnungen und Studien an. Das Bild ist ein Beispiel für Hodlers kompositorisches Prinzip des Parallelismus’, das auf Symmetrie und Wiederholung von Farben und Formen beruht. Die hier gezeigte Version stellte Hodler 1913 am Pariser Herbstsalon aus, wo das Bild bei der französischen Kritik auf Ablehnung stiess. Nach der Retrospektive Hodlers 1917 im Kunsthaus Zürich kaufte es Alfred Rütschi, einer der Gründer der Vereinigung der Zürcher Kunstfreunde, und schenkte es schliesslich dem Museum.
Weitere Titel
Unanimity Unanimité Einmütigkeit (Zweite Fassung) [historisch]
Medium
Öl auf Leinwand
Dimensionen
Bildmass: 320 x 1000 cm
Inventarnummer
1164
Creditline
Kunsthaus Zürich, Geschenk Alfred Rütschi, 1919